
1. Preis und Publikumspreis - Marc Thümmler
Buch: Charles Baudelaire, Die Blumen des Bösen
Drehbuch: Marc Thümmler
Das sagt die Jury
Der Trailer entführt uns in eine animierte Farbwelt und integriert meisterhaft die beeindruckenden Malereien von Ulrich Mertens. Im Zusammenspiel aus Bildern, Klavier- und Geigenmusik und der Stimme des Sprechers entsteht ein Sog, dem sich der Zuschauer nicht entziehen kann. Der Film visualisiert die Strahlkraft von Baudelaires Poesie und nutzt die anhaltende Modernität der Verse aus dem 19. Jahrhundert.
> zur Jury
Infos zum Filmteam Konzept, Animation & Montage: Marc Thümmler
// 2004-2008 Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam und der FH Potsdam, BA-Abschluss mit dem experimentellen Dokumentarfilm RADFAHRER
// seit 2008 Planung und Produktion der Videoinstallation OBSERVE (AT) in Zusammenarbeit mit der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehem. DDR (BStU)
Weitere Mitwirkende
Sprecher: Christian Schult
Komposition & Klavier: Daniel Schellongowski
Geige: Iljana Lampasiak
Cello: Anna Göpfert
Akkordeon: Oleksiy Kulykovskyy
Making of
Der Buchtrailer entstand in einer Kombination aus analogem Zeichnen und 3D-Animation am Computer.
Die Musik wurde eigens für den Trailer komponiert und mit Klavier, Geige, Cello und Akkordeon eingespielt.
Marc Thümmler zum BUCH TRAILER 2008:
Wie war die Arbeit mit dem Medium Buchtrailer?
In Anlehnung an die Illustrationen der vorliegenden Ausgabe sollte die im Buch geschaffene Verknüpfung zwischen der Poesie des geschriebenen Wortes und des gemalten Bildes nachempfunden werden. Aus einem einzigen Tropfen Tinte quillt buchstäblich eine farbige Bilderwelt hervor, die die Kraft und Vielfalt von Baudelaires Lyrik veranschaulicht und sowohl der Malerei als auch den Versen einen Raum zuordnet. Die Umsetzung der Animation erfolgte mit Pinseln und Pixeln und wechselseitig mit Konzeption der eigens für den Trailer komponierten Musik.
Warum haben Sie das Buch "Die Blumen des Bösen" gewählt?
Neben dem persönlichen Interesse am Werk Baudelaires reizte vor allem die Herausforderung, dass sich der Inhalt eines Gedichtbands wie „Die Blumen des Bösen“ nicht wie eine übliche Handlung zusammenfassen lässt. Deshalb soll in diesem Trailer vielmehr ein Stimmungsbild von Baudelaires poetischem Schaffen nachgezeichnet werden. So kommt der Dichter in Form seiner übersetzten und vertonten Verse gewissermaßen selbst zu Wort. Bei einem Buch, dessen erste Fassung mehr als 140 Jahre zurückliegt, erschien es naheliegend, die Besonderheiten dieser Ausgabe durch die Verwendung der enthaltenen Illustrationen schon im Trailer hervorzuheben.


